Ein spannender Tag bei Hian Jewellery

Die liebe Julia, beste Make-Up Artistin und Hair Designerin in Town (Achtung - Geheimtipp!), hat einen Workshop bei uns besucht und einen ausführlichen Bericht darüber verfasst. Wie sie und ihre Schwester sich beim Herstellen ihrer eigenen Schmuckstücke angestellt haben, erzählt sie euch hier. Viel Spass! :)

Im Jänner haben wir, Claudia und Julia, zwei Schwestern aus Wien und begeisterte Schmuckträgerinnen, einen Goldschmiede-Workshop bei Hian-Jewellery absolviert. Als ich Hagop und Ani kennenlernte und von den Goldschmiede Workshops erfahren habe, die sie anboten, war für mich sofort klar, dass ich das perfekte Weihnachtsgeschenk gefunden hatte.

 

Mitte Jänner war es dann soweit und an einem Sonntagvormittag wurden wir mit Sekt, liebevoll belegten Brötchen und Torte begrüßt. Der aufregende Workshop begann mit einer kleinen Führung durch die Werkstatt und wir mussten feststellen, dass die Geräte mit denen man diese kleinen zarten Schmuckstücke bearbeitet, riesig sind. Wir bekamen schnell viel Respekt vor der Arbeit eines Goldschmieds und freuten uns darauf, selbst unser Glück zu versuchen. Hagop und Ani unterstützten uns bei der Auswahl des Schmuckstücks sowie beim Design (nachdem wir beide leider nicht ganz so kreativ waren).

Nach langem Überlegen und Zeichnen von Entwürfen war es endlich soweit, die Entscheidung stand und somit wurde die Mischung aus 92,5% Silber und 7,5% Kupfer für unser Sterling Silber zusammengestellt. Nun folgte der lustigste und heißeste Teil des Tages, es ging ab in die Schmelzkammer. Mit einem gigantischen Lötkolben, der so groß war wie ein Flammenwerfer, schmolzen wir unser Gemisch, bei ungefähr 1000°C zu einem Silbernugget. In diesem Punkt sind wir uns einig, das hat uns fast am meisten Spaß gemacht. Claudia wollte einen Kleeblattanhänger für eine Kette anfertigen und ich einen Facettenring, in den ich mich zuvor auf der Hian-Jewellery Website verliebt hatte.

Die nächste Station des Tages war die Walze. Während Claudia ihr Silbernugget flach und dünn walzen musste, bestand meine Aufgabe darin mein Nugget immer schmäler und länger zu walzen. Das hieß, nach jedem Durchgang in der Walze, um 90° drehen und die Walze enger stellen, was manchmal zu Verwirrung führte. Schnell war uns klar, ohne Multitasking wird es schwerer als gedacht. Nach erfolgreichem Walzen führten uns Ani und Hagop zu den Goldschmiedetischen und Claudia durfte anfangen Ihren Anhänger aus Ihrer gewalzten Silberplatte herauszusägen. Für mich ging es damit weiter meine Ringgröße zu bestimmen und den Silberstab mit Hilfe einer Zange in eine runde Form zu biegen. Dann wurde kleiner gesägt und wieder zusammen gebogen, bis der Ring die perfekte Größe hatte und langsam konnte man auch bei mir erkennen, was entstehen soll. Beim anschließenden Zusammenlöten der Enden brauchte ich die Unterstützung von Hagop und gemeinsam ging es auch gleich viel besser.

Claudias Anhänger war schnell ausgesägt und es wurde ein Loch für die Öse vorgestanzt, welches von Hagop unter dem Mikroskop präzise durchbohrt wurde. Danach polierte und feilte Claudia den Anhänger, in dem sie sich von sehr grobem bis hin zu ganz feinem Schmiergelpapier handelte. Währenddessen half mir Ani dabei, die Hoffnung nicht zu verlieren, mein ausgewähltes Schmuckstück doch noch hinzubekommen.  Die einzelnen Facetten mussten mit einer Feile akkurat kreiert werden und wenn man hier nicht geduldig ist, kann es auch nach hinten losgehen, man feilt zu viel ab und zerstört sich den gewünschten Effekt.

 

Während des ganzen Prozesses halfen uns Ani und Hagop mit viel Geduld und Fürsorge unsere Schmuckstücke anzufertigen. Immer wieder wurden uns zwischendurch interessante Fakten über die Rohstoffe und verschiedenen Maschinen näher gebracht um unser Verständnis über die Arbeit und den Beruf zu festigen.

 

Nach langem Polieren ihres Anhängers, hängte Claudia die Öse mit Hilfe einer Zange ein und bog sie zusammen. Die Euphorie darüber, dass sie fertig war verging ihr schnell, denn erneutes Polieren an der Poliermaschine sowie der Prozess des Vergoldens lagen noch vor ihr. Mein Ring nahm auch schon Gestalt an und als ich zufrieden war, wurde die Innenseite geschliffen und poliert, um den perfekten Tragekomfort zu erreichen.

 

Somit waren wir für den nächsten und letzten Schritt bereit - das VERGOLDEN! Nach einer Reinigung im Ultraschall und anschließendem Entfetten, ging es für meinen Ring in ein Rosé-Goldbad und für den Kleeblatt-Anhänger meiner Schwester ins Gelb-Goldbad. Obwohl wir unbedingt selber unsere Schmuckstücke eintauchen wollten, konnte uns Hagop diesen Wunsch zu unserer Sicherheit (und der unserer Werke) nicht erfüllen. Es wurde alles noch schnell mit Wasser abgespült und schon waren unsere Schmuckstücke fertig!

 

So war aber leider auch unser Workshop vorbei. Die Zeit in der Werkstatt verging durch die angenehme Atmosphäre und die super Betreuung von Hagop und Ani wie im Flug. Es wurde gegessen, getrunken, gelacht und wir hatten am Ende unsere ganz eigenen Schmuckstücke. Ein perfekter Tag und ein erfolgreicher Workshop neigten sich dem Ende zu und wir könnten Hian-Jewellery nicht dankbarer für diese tolle Erfahrung sein.

Wir kommen definitv wieder!

DANKE AN JULIA UND CLAUDIA FÜR IHREN BESUCH IN UNSEREM WORKSHOP UND DIESEN WUNDERVOLLEN BERICHT! <3

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